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FvRAus dem Leben eines Generalkonsuls

Memoiren von Franz von Wantoch Rekowski (Stuttgart 1919)

 

Der Autor:

Franz von Wantoch Rekowski (1851-1929) trat 1873 in das Auswärtige Amt ein, wurde nach Italien entsendet, wo er bis 1908 schwerpunktmäßig blieb. Nach seinem Abschied siedelte er mit seiner englischen Gattin, aus Sizilien stammend, nach Schlesien über, wo er seine Memoiren festhielt.

Über Franz schrieb sein Sohn Wilhelm: 

“Wenn ich mir meinen Vater in das Gedächtnis zurückrufe, so steht er als Inbegriff des aufrechten preußischen Offiziertypus vor mir, dem man den ehemaligen Kadetten in Haltung und Gang sofort ansah. Das feurige Temperament, welches er sicherlich mehr von seiner Mutter geerbt hatte, den Herzenstakt gegen jedermann, auch den Geringsten, die Ritterlichkeit gegen Frauen, seine offenen Hand gegen Arme, seine Fürsorge als Vater, seine Pflichttreue, endlich seine unwandelbare Loyalität gegen seinen Souverain, waren die Charaktereigenschaften, die ihn auszeichneten und seine Handlungen bestimmten.”

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Inhalt:

Kapitel 1.-2.: Messina 1874-1877

Kapitel 3.-5.: Nizza 1877-186

Kapitel 6.-9.: Mailand 1886-1891

Kapitel 10.-19.: Neapel 1891-1905 / Wiesbaden

Schlusswort

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Auszug aus dem Vorwort:

“Die Überschwemmung des Büchermarktes auf dem Gebiete der Memoirenliteratur jeder Art ist auch in der jetzigen ereignisreichen Zeit so groß, daß ich mit der Herausgabe meiner eigenen Lebenserinnerungen bis jetzt gezögert habe, um so mehr, als sie vornehmlich an meine langjährige Amtstätigkeit in Italien anknüpfen, welches Land uns so bittere Enttäuschungen bereitet und uns die alte langjährige Freundschaft gekündigt hat.

Allein, hat nicht Italien gerade uns Deutschen in der Vergangenheit so unendlich viel gegeben, daß die heutigen Italiener uns unmöglich alles nehmen können? Wissen wir Kenner von Land und Leuten nicht auch, daß die Kriegspolitik Italiens bei weitem nicht von der Mehrheit des italienischen Volkes getragen und gutgeheißen wird, sondern, wie auch unser Reichskanzler in seiner gelegentlich der Eröffnung des Reichstages am 28. September 1916 gehaltenen Rede ausgesprochen hat, zum guten Teil auf den rücksichtslosen Zwang der gewalttätigen Politik Englands zurückzuführen ist?

Und dann: dürfte man im Ernste glauben, daß unsere Gelehrten, unsere Künstler, unsere unter dem nordischen Winter leidenden Dulder, unsere Geschäftswelt das von der Natur so überreich gesegnete herrliche Südland jenseits der Alpen auf die Dauer missen könnten? Nein, gewiß nicht! Darum werden wir den Weg dahin zurückfinden, wenn auch auf lange Zeit nicht innerlich, und Italien wird uns dabei, aus guten Gründen, auf mehr als halbem Wege entgegenkommen.

Auch darf ich darauf hinweisen, da das Land Italien, sowie vorübergehend Frankreich, nur den zufälligen Hintergrund meiner Erlebnisse darstellen, während deren eigentlicher Inhalt einen Einblick in die vielseitige, dem großen Leserkreise wohl nur wenig oder gar nicht bekannte konsularische Laufbahn im Auslande eröffnen soll. Dabei handelt es sich nicht um ermüdende politische oder langwierige handelspolitische Ausführungen, sondern um persönliche Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen, wie solche dreißig lange Jahre hindurch - 1874 bis 1905 - an mir vorübergezogen sind. Schilderungen von Land und Leuten an den Ufern des Mittelmeeres wechseln ab mit Darstellungen der Freuden und Leiden des stets bedrängten und oft zerrissenen Familienlebens im fernen Auslande, der Interessen, Erfolge und Nöte unserer deutschen Ansiedlungen in der Fremde, sowie mit allerlei ernsten, heiteren und merkwürdigen Geschehnissen in bunter Folge. Indessen fehlen auch kurze politische und wirtschaftliche Ausblicke, die mit den gewaltigen Ereignissen des Weltkriegs bereits in engem Zusammenhang stehen, nicht ganz. [...]”

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Das Buch gibt ein sehr gutes  historisches Gesamtbild aus Sicht des Verfassers, ist gelegentlich mit ausführlichen Details aufgefüllt, die der Leser getrost überspringen darf. Es ist auf jeden Fall lesenswert!

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Gelegentlich wird das Buch antiquarisch zum Verkauf angeboten. Siehe hierzu folgende Bücherantiquariate:

http://www.abebooks.de

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