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Kaschubei
Eiche_stammlos

Die Kaschuben (polnisch Kaszubi, kaschubisch Kaszëbi) sind ein westslawisches (baltisches) Volk, das aus den Pomoranen (von slawisch Pomor’e und bedeutet „Gebiet am Meer“) hervorging und in Polen in der Woiwodschaft Pommern (Województwo pomorskie) im Landstrich Kaschubien, auch Kaschubei genannt, lebt.

Früher verlief das Gebiet der Kaschuben in der ganzen Ebene längs der Ostsee zwischen der Oder und Weichsel bis an die Netze und Warthe.

KaszubeiHeute liegt die Kaschubei westlich und südwestlich der Städte Danzig und Gdynia. Sie ist ein hoch gelegenes Hügelland auf eiszeitlichen Grund- und Endmoränen. Nach Westen fehlt eine scharfe Grenze, sowohl geologisch als auch ethnographisch, im Norden grenzt sie an die Ostsee, im Osten an die Danziger Niederung, und im Süden bilden die sandigen Flächen der Tucheler Heide ihren Abschluss.

Die Kaschuben lebten jahrhundertelang auf dem slawisch-germanischen Grenzgebiet, ihr Wohngebiet (Pommern) war seit dem frühen Mittelalter immer wieder Objekt der politischen Rivalität der stärkeren Nachbarvölker, den Deutschen und den Polen. Die Kaschubei war nie ein eigener Staat, man könnte sie als kulturell-ethnische Gemeinschaft definieren.

Das Kaschubische, eine westslawische Sprache aus dem Lechitischen Zweig (auch als Dialekt bezeichnet), die heute von annähernd 50.000 Menschen aktiv gesprochen wird, enthält sowohl deutsche (ca. 5%) als auch baltische (pruzzische bzw. altpreußische) Lehnwörter.

Die Zeit der Germanisierung ab dem 13. Jh. brachte mit sich, dass der einheimische Dialekt und die Kultur Gemeingut des einfachen Volkes wurde. Dies führte zur Entstehung einer politischen und einer kulturellen Barriere. Preußische Beamte, manchmal auch Ansiedler und Junker, betrachteten Kaschuben als eine minderwertige Kategorie von Menschen und Bürgern. Dies zwang die Einheimischen zur Mehrsprachigkeit:

  • Umgangssprache: Kaschubisch
  • Amtssprache: Deutsch bzw. Hochdeutsch
  • Kirchensprache: später Polnisch.

Die historisch älteste gesicherte Erwähnung des Namens der Kaschuben stammt aus dem 13. Jahrhundert, als sich die Herzöge von Stettin (kasch. Szczecëno; pl. Szczecin) als Dux Slauorum et Cassubiae bezeichneten. Auch die Könige von Preußen bezeichneten sich später als „Herzöge der Wenden und Kassuben“ mit eigenem Titel und Wappen.

Bei der Besiedlung aus dem Westen war die Ausbreitung der deutschen Sprache, deutscher Rechtsverfassung und Sitten von großer Bedeutung, vor allem in Städten. Die deutschen Ankömmlinge, die über fortschrittlichere Organisation und Arbeitsmethoden sowie über Betriebskapital verfügten, übernahmen von Anfang an die Leitung des städtischen Lebens. So wurde die Voraussetzung für die Zunahme der einheimischen Bevölkerung, deren Wachstum früher durch eine geringere Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft gebremst worden war, gegeben. Der urbar gemachte Boden wurde größer.

Die Einheimischen, die etwas auf sich hielten, nahmen deutsche Sprache und Sitten im Laufe von einigen Generationen an. Die schnelle Ausbreitung des deutschen Einflusses im mittelalterlichen Pommern wurde durch die politische und soziale Lage des Landes gefördert.

Der kaschubische Adel gehörte generell zum Bauernadel, also zu den ärmsten, wenn es um Besitz von Landgut und Habe geht. Als kleinadlige Dörfer hat man alle Orte angesehen, wo mindestens drei adelige Familien gewohnt haben.

In der zweiten Hälfte des 18. Jh. war der ehemals pomoranische Adel ganz germanisiert, wozu der Dienst im preußischen Heere wie auch Heiraten mit preußischen Familien beigetragen hatten.

Ausführliche Information ist zu finden unter http://www.studienstelleog.de/

Aufnahme in die Weltliteratur fand die Kaschubei in Günter Grass' Werk Die Blechtrommel.

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